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31.07.2014

Diakonie NÖ sucht dringend Wohnungen für Flüchtlinge

Ein Pilotprojekt für Wohnberatung zugunsten von Asylwerbenden.

In Niederösterreich stehen AsylwerberInnen im Rahmen der Grundversorgung grundsätzlich zwei Wohnmöglichkeiten zur Verfügung: Einerseits die Unterbringung in organisierten Grundversorgungsquartieren, andererseits die Unterbringung in Privatwohnungen. Wie den Medien zu entnehmen ist, sind die Erstaufnahmezentren, wie beispielsweise Traiskirchen völlig überfüllt.

 

Quartiernot ist drängend

Aber auch in den Grundversorgungsquartieren gibt es keine freien Plätze mehr und neue Quartiere zu finden gestaltet sich als schwierig. Dies führt dazu, dass Flüchtlinge oft monatelang gedrängt auf engstem Raum in Traiskirchen leben müssen und sich nach ihrer langen, kräfteraubenden und oft auch gefährlichen Flucht nicht erholen können. Vor allem traumatisierte Kriegsflüchtlinge aus Syrien sind davon betroffen.

 

Deshalb ist der Diakonie Flüchtlingsdienst auf der Suche nach leistbarem Wohnraum in Niederösterreich für AsylwerberInnen im laufenden Verfahren, denn die Vermittlung von privatem Wohnraum stellt eine Alternative zur Unterbringung in Traiskirchen dar. Zudem erleichtert das Wohnen in eigenen Wohnungen Flüchtlingen den Start in ihr neues Leben in Österreich. Der Kontakt zur lokalen Bevölkerung sowie die Möglichkeit der Eigenverantwortung im privaten Kontext wirken sich positiv auf den Integrationsprozess aus.

 

Schwierige Wohnungssuche

Der Zugang zu Privatwohnungen gestaltet sich für AsylwerberInnen jedoch durchwegs als große Herausforderung. Dies liegt unter anderem daran, dass das Angebot an leistbarem Wohnraum stark begrenzt ist. Fehlende Sprachkenntnisse stellen ebenso eine Barriere dar wie mangelnde Kenntnisse betreffend den österreichischen Wohnungsmarkt. Hinzu kommt, dass AsylwerberInnen häufig auf Ablehnung bei VermieterInnen stoßen. Deshalb unterstütz der Diakonie Flüchtlingsdienst sie bei ihrer Wohnungssuche.

 

Da Menschen mit Fluchthintergrund nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, sucht der Diakonie Flüchtlingsdienst vor allem günstige Mietwohnungen für Wohngemeinschaften und Familien. Die Wohnungen dürfen bei Wohngemeinschaften nicht mehr als 200,00 Euro pro Person, und jene für Familien nicht mehr als 400,00 Euro pro Monat kosten.