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13.05.2014

Globale Zusammenhänge der Entwicklung der Menschheit

Nur gemeinsam Lösung möglich

Unter der Leitung der Präsidentin der Päpstlichen Akademie für die Sozialwissenschaften, Margaret Archer, und Akademie-Kanzler Bischof Marcelo Sanchez Sorondo, haben mehr als 40 Experten im Vatikan über eine ökologisch-ressourcenschonende Wende der Weltwirtschaft  beraten. Aus Österreich nahmen Bischof Egon Kapellari und  Rechtswissenschaftler Herbert Schambeck teil.

 

Die Ökologie-Tagung der Sozialakademie war von Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, Koordinator des Kardinalsrats zur Kurienreform und Caritas-Weltpräsident, eröffnet worden.  Die Konferenz wurde als Reaktion auf den gescheiterten „Rio+20“-Gipfel von 2012 einberufen, der keine Antworten auf die Herausforderungen der globalen Ökologie gefunden hatte. Bei diesem  Gipfel habe es „keine gemeinsame Anstrengung zwischen Natur- und Sozialwissenschaftlern gegeben“, hieß es im Programm der vatikanischen Tagung. Diese Lücke wolle man füllen.

 

Die Ärmsten leiden unter der Verschmutzung der Umwelt am meisten 

Im Blick auf die globale Herausforderungen bei Ernährung,  Gesundheit, Energieversorgung und Ökologie haben Tagungsteilnehmer  die Sorge um die Menschen im globalen „Süden“ betont: „Wir stehen vor einem Punkt, wo die gesamte Menschheit getroffen ist, besonders die Ärmsten, die unter der Verschmutzung der Umwelt am meisten  leiden“, sagte der Erzbischof von Dijon, Roland Minnerath, einer der führenden katholischen Sozialethiker, im Gespräch mit Radio Vatikan.

 

Die Frage laute, welches Bewusstsein man - auch als Kirche - bei den Menschen schaffen könne, „damit jeder sich beteiligt an der Bekämpfung dieser Unordnung und Verschmutzung“. „Damit wir eine Natur, eine Schöpfung weiter geben, wie der Schöpfer sie für uns wollte, darin liegt eine große Herausforderung im ethischen Sinn“, so Erzbischof Minnareth. Die Arbeitsgruppe habe u.a. über die Polarregionen, die Meeresverschmutzung, Mega-Städte und die Gefährdung durch den Kohlendioxid-Ausstoß diskutiert.