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12.05.2014

Familie macht glücklich

Mehr Mut zur Familie wünscht sich die neue Familienverband-Geschäftsführerin Antonia Indrak-Rabl.

„Familie macht glücklich“, sagt Antonia Indrak-Rabl und sie weiß wovon sie spricht: Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder im Alter von 4 Jahren und 20 Monaten. „Meine Kinder bringen mich zum Lachen, erden mich, fordern mich natürlich auch. In jedem Fall bin ich jeden Tag dankbar, dass ich sie habe und sie begleiten darf. Eine Familie zu gründen, ein Kind zu bekommen, ist auf alle Fälle etwas, dass mein Leben ungemein bereichert hat.“

 

Mehr als 10 Jahre lang war sie in der Privatwirtschaft tätig – im IT-Bereich. Nun ist sie seit 1. Jänner 2014 Geschäftsführerin des Katholischen Familienverbandes der Erzdiözese Wien, hat die Agenden von Andreas Cancura übernommen: „Ein ganz anderes Aufgabenfeld, vor allem auch thematisch, dass mich aber ganz ausfüllt und große Freude macht“, sagt sie.

 

Der Einsatz lohnt sich

Vieles hat sich die 39-jährige für die kommenden Wochen und Monate vorgenommen. Vor allem will sie ein Sprachrohr für Familien sein, Themen in die Öffentlichkeit bringen, die Familien unter den Nägeln brennen: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie etwa – „Da ist noch viel zu tun bevor wie wirklich davon sprechen können, dass das gelungen ist“ – oder auch die Frage nach qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung – „Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren sind immer noch sehr schwer zu bekommen und das macht das Leben zahlreicher Familien nicht gerade einfacher.“

 

Auch das Thema Flexibilisierung der Arbeitszeiten und Wertschätzung von Arbeitsleistung sei ihr sehr wichtig: „Dass Menschen, die in Teilzeit arbeiten, gleiche Karrierechancen haben, wie Vollzeitangestellte sollte eigentlich langsam selbstverständlich sein. Und auch dass jenen, die der Familie wegen zuhause bleiben, Wertschätzung entgegen gebracht wird. Das werden wir vom Familienverband auch nicht müde immer wieder und immer wieder zu betonen.“


Vor allem aber auf die Notwendigkeit finanzielle Verbesserungen für Familien zu schaffen, sei ihr ein großes Anliegen. Das gerade eben präsentierte Budget mache sie alles andere als „restlos zufrieden“. Einiges werde da zwar angerissen, aber nicht weitreichend genug geführt: „Der Katholische Familienverband fordert seit Jahren eine Erhöhung der Familienbeihilfe“, so Antonia Indrak-Rabl. Dieser Forderung werde nun zwar endlich nachgekommen, der Gewinn für jede einzelne Familie sei allerdings immer noch zu wenig. „Wir sprechen von 4 Euro im Monat – das ist besser als nichts, aber nachhaltig spürt das keine Familie.“ Vieles bliebe im neuen Budget überhaupt auf der Strecke.

 

Angst überwinden

Ganz konkret möchte die neue Geschäftsführerin des Katholischen Familienverbandes der Erzdiözese Wien wieder mehr Mut zur Familiengründung machen. Zahlreiche Angebote des Katholischen Familienverbandes versuchen, werdende Eltern und (junge) Familien zu unterstützen – darunter etwa der Oma-Dienst, der „Leihomas“ vermittelt, Broschüren zu brennenden Familienthemen wie „Macht Familie arm oder reich?“, „Eltern unter Druck“ oder „Entspannter lernen“ oder auch verschiedenste (Weiter)Bildungsangebote in der Elternakademie und vieles mehr. (Nähere Infos: www.familie.at)

 

„Ich habe den Eindruck, dass heute viele Menschen richtiggehend Angst davor haben, eine Familie zu gründen: Fragen wie ,Wird sich das finanziell ausgehen?‘ oder ,Wie machen wir das mit der Kinderbetreuung?‘ gehen viel zu oft zu Ungunsten der Familiengründung aus. Ich denke, da können wir als Familienverband Mut machen und Wege aufzeigen. Familie haben ist kein Problem, sondern vor allem etwas Schönes.“