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06.03.2014

Kardinal Schönborn: Fastenzeit ist Zeit der Versöhnung

Wiener Erzbischof erinnert am Aschermittwoch daran, dass jeder Mensch Anerkennung und Wertschätzung braucht.

Kardinal Christoph Schönborn hat zu Beginn der Fastenzeit betont, dass jeder Mensch in irgendeiner Form Versöhnung mit Gott sucht. Jeder Mensch brauche auch Anerkennung, und das Ausdrücken gegenseitiger Wertschätzung sei - etwa in der Ehe und in der Familie - essenziell: Denn "es ist furchtbar für ein Kind, wenn es immer nur kritisiert wird", sagte der Kardinal am Aschermittwoch, 5. März 2014,im Wiener Stephansdom.

 

Jesus bietet umfassende Versöhnung

Im Evangelium fänden sich dann allerdings die beunruhigenden Worte der Bergpredigt, wonach man sich hüten möge, Gerechtigkeit "vor den Menschen zur Schau zu stellen", um dafür gelobt zu werden. Wer dies tue, habe "keinen Lohn von seinem Vater im Himmel" zu erwarten, so der Wiener Erzbischof.

 

Dies erinnere, wie schwer es oft sei, Gottes Willen zu erfüllen. Jeder Mensch bleibe zurück, und gerade im Verborgenen gebe es viel Belastendes, was aber nur jeder für sich selbst wisse.

 

In dieser Tiefe werde der Mensch aber gleichzeitig von einem umfassenden Versöhnungsangebot, wie es Jesus mache, angesprochen, so Schönborn. Die Fastenzeit sei eine Einladung, dieses Angebot anzunehmen.

 

"Denn wir sind Gesandte an Christi statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen", zitierte der Wiener Erzbischof den Apostel Paulus.

 

Paulus mahne somit "als Mitarbeiter Gottes", die zur Versöhnung rufende Gnade nicht vergebens zu empfangen. "Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade, jetzt ist er da, der Tag der Rettung" - so laute der Anruf der Fastenzeit.