Das Wiener Bezirksmuseum Leopoldstadt widmet dem 400-Jahr-Jubiläum des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Wien eine Sonderausstellung. Die am Dienstag, 4. März 2014, eröffnete Schau gibt Einblick in die bewegte Geschichte des 1614 gegründeten Spitals im zweiten Wiener Gemeindebezirk und in das Wirken des Ordens. Die Idee der Gemeinschaft, sich um Kranke und Hilfsbedürftige zu kümmern, habe "Brände, Überschwemmungen und Kriege überlebt", so Prior Pater Paulus Kohler im Rahmen eines Festakts.
Die Informationstafeln, Schriften, Geräte und anderen Exponate der Ausstellung behandeln neben dem Spital auch die Klosterkirche, die Apotheke und Pflegeakademie, sowie zentrale Symbole, Themen und Personen der österreichischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder, darunter Spitalsgründer Frater Gabriel Ferrar, den Ordensstifter Johannes von Gott und den Granatapfel, dem Symbol der Barmherzigen Brüder. Bereits seit 2011 war die geöffnete Schau in Vorbereitung, erklärte Ausstellungskuratorin Gertraut Rothlauf und bedankte sich beim Orden für die Zusammenarbeit.
Das Jubiläumsjahr wird von weiteren Feierlichkeiten markiert, darunter der Einweihung einer Johannes-von-Gott-Statue am gleichnamigen Platz, deren Miniaturausgabe die Ordensleitung dem Museum als Geschenk vermachte. Anfang Mai folgt ein Jubiläumskongress im Wiener Raiffeisen-Forum sowie am 2. Juni ein Festgottesdienst mit Kardinal Christoph Schönborn.
Das Ordensspital der Barmherzigen Brüder, 1614 mit zwölf Betten gegründet, verfügt heute über 411 Betten, neun Fachabteilungen, zwei Institute, eine Gehörlosenambulanz und eine Mehrfachbehindertenambulanz. An das Haus angegliedert ist überdies eine Apotheke und eine Pflegeakademie. Das Spital ist außerdem Lehrkrankenhaus der Medizinischen Universität Wien.