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17.02.2014

"Segen für Liebende" in Schwechat

Schon das 11. Jahr wird in Schwechat dieses Fest zum Valentinstag angeboten.

Seit 2004 bietet der Schwechater Pfarrer Gerald Gump einen "Segen für Liebende" rund um den Valentinstag an. Auch heuer fand es wieder regen Zulauf, als am Samstag nach dem Valentinstag, 15. Februar 2014, die Pfarrkirche drei Stunden offen stand, und Pfarrer Gump Liebende segnete: "Für jene, die ganz bewusst ihre Partnerschaft auf Ewigkeit im Rahmen von Kirche leben wollen, lädt unsere Kirche zum Sakrament der Ehe ein. Doch all die anderen fallen manchmal durch", erzählt er von den Grundideen dieses Festes. "Und viele von ihnen erleben gerade in ihrem Miteinander viel von Gottes Segen - auch wenn sie z. B. noch nicht bereit oder fähig zu all dem sind, was eine sakramentale Ehe meint. So kamen wieder Paare mit unterschiedlichstem Hintergrund: Verlobte, Suchende, Ehejubilare, Menschen die anders ihre Liebe leben und viele andere mehr. Gott geht auch mit ihnen und das soll deutlich werden!"

 

Tiefes Segensbedürfnis der Menschen

Drei Stunden war für sie am Sonntag die Einladung offen, in kleinstem Kreis mit dem Pfarrer ihre Lebenssituation partnerschaftlicher Liebe vor Gott zur Sprache zu bringen. Die Paare erzählten von ihrer Lebenssituation, gemeinsam wurde mit jedem Paar Bibel gelesen, gebetet und gesungen, für Geschenktes gedankt und um eine gute Zukunft, sowie seinen Segen dort mitten hinein gebetet. Das Angebot wurde stark genützt.

 

"Auch heuer waren wieder viele 'neue' Paare dabei, aber auch Menschen, die immer wieder kommen - einzelne auch, die diesen Tag als Jahrestag ihrer 'Partnerschafts-Segnung' begehen", erzählt Pfarrer Gump. "Ganz bewusst war für jedes Paar genügend Zeit da, schließlich sollte es ja nicht in Schnellabfertigung am 'Fließband' gehen, sondern ein echtes Feiern in Ruhe sein. Aber es freut mich, dass hier offensichtlich ein Lebensnerv oder ein tiefes Segensbedürfnis von Menschen getroffen wurde." Es wurde spürbar, dass der christliche Gott nicht nur für "Idealformen" zuständig ist, sondern im ganz konkreten Leben, wenn es auch noch so bruchstückhaft ist, erfahrbar und wirkungsvoll ist.

 

2005 hat auch die Österreichische Bischofskonferenz zum "Segen für Liebende" eine sehr positive Stellungnahme dazu ausgesandt, freut sich Pfarrer Gump: "Schön, dass partnerschaftliche Liebe auch in dieser Form ganz stark in unserer Kirche wieder ein zu Hause erlebt."