Das "Pfarrnetzwerk Asyl" hat in den letzten Jahren im Advent immer Anregungen für eine Herbergsuche zur Verwendung in den Pfarren und Gemeinschaften zur Verfügung gestellt. Heuer werden Texte zum Thema Flucht aus Pfarren und Gemeinschaften gesucht. "Wir hoffen damit auf einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung rund um ein Thema, das in den letzten Tagen und Wochen auf sehr tragische Weise in den Medien präsent war und immer noch ist", erklärt Heinz Weinrad vom "Pfarrnetzwerk Asyl".
So werden bis Ende November "Fluchtgeschichten" gesammelt. Jenen, die geflohen sind, einmal zuzuhören, ihre Geschichte kennen zu lernen, ist Ziel dieser Aktion. "Unter uns, in unseren Pfarrgemeinden, am Arbeitsplatz, in der Schule, im Seniorenwohnheim leben Menschen, die nach einer Zeit der Flucht oder Vertreibung in Österreich neu anfangen mussten oder müssen. Kriege, Hunger, Naturkatastrophen, politische Verfolgung zwingen Menschen ihre Heimat zu verlassen, gestern und heute", so Heinz Weinrad. "In Sicherheit leben war und ist für viele Menschen nicht selbstverständlich. Kennen wir diese Menschen? Haben wir ihnen schon einmal zugehört oder sie aufgefordert uns etwas von ihrem Leben zu erzählen?", so die Frage des "Pfarrnetzwerks Asyl".
Dieses Zuhören soll nun stattfinden und die Geschichten haben dann ihren Platz auf der Homepage des Pfarrnetzwerks. Gesucht werden Betroffene oder Menschen die Flüchtlinge kennen, die bereit sind ihre Erlebnisse zu erzählen und sie so anderen zugänglich zu machen. Wichtig ist dabei, dass die Betroffenen ihre Einwilligung zur Online-Veröffentlichung geben müssen und in den Geschichten keine Namen genannt werden.
Die Texte können bis Ende November als Word Dokument an info@pfarrnetzwerkasyl.at gesandt werden.